Generalkonsulat der Republik Türkei in Karlsruhe

Generalkonsulat

Karlsruhe ist nach Stuttgart (etwa 75 km südöstlich) die zweitgrößte Großstadt des Landes Baden-Württemberg und hat eine Fläche von etwa 173 km².
Karlsruhe ist ein Stadtkreis in Baden-Württemberg, Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe, der Region Mittlerer Oberrhein und des Landkreises Karlsruhe, der im Norden, Osten und Süden angrenzt. Im Westen wird die Stadt vom Rhein begrenzt, welcher hier die Grenze Baden-Württembergs zu Rheinland-Pfalz bildet. Karlsruhe liegt in der Trinationalen Metropolregion Oberrhein.
Historisch war Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt des ehemaligen Landes Baden. Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die Stadt den Beinamen Residenz des Rechts trägt. Der Stadtgrundriss führte zum weiteren Beinamen Fächerstadt.

Basisdaten1):
Baden-Württemberg:

Fläche: 35,677 km²; Einwohnerzahl: 10.631.278 (31. Dez. 2013), Zahl der türkischen Staatsbürger: 269.471, Ausländerzahl insgesamt: 1.323.683.

Baden2): Einwohnerzahl: 4.877.331, Zahl der türkischen Staatsbürger: 105.832, Ausländerzahl insgesamt: 572.560.

Karlsruhe: Einwohnerzahl: 299.103, Zahl der türkischen Staatsbürger: 5.972, Ausländerzahl insgesamt: 47.882.

 

In unserem Zuständigkeitsbereich befinden sich zum Schuljahr 2013/2014 insgesamt 1.166 Grund-, 394 Werkreal-/Haupt-, 221 Realschulen und 201 Gymnasien. Von den 11.225 türkische Schülerinnen und Schülern besuchen 2.575 eine Grundschule, 3.844 gehen in eine Werkreal-/Hauptschule. Auf die Realschule gehen 2.343 türkische Kinder und weitere 1.259 besuchen ein Gymnasium. 7.536 türkische Jugendliche besuchen eine berufliche Schule.

 

Die prozentuale Anteil der türkischen Schülerinnen und Schüler an den Gesamtschülerzahlen lag im Schuljahr 2013/2014 bei den Grundschulen bei 1,6 %. Der Anteil bei den Werkreal-/Hauptschulen lag bei 6,6 %. Auf den Realschulen war der Anteil 2,3 %. Bei den Gymnasien war der Anteil von nur 0,9 % eher bescheiden.

 

Geschichte der Stadt Karlsruhe: Karl Wilhelm ließ sich seine Traumstadt am Reißbrett entwerfen und gründete die nach jener Geschichte benannte Stadt Karlsruhe am 17. Juni 1715 mit der Grundsteinlegung des Schlosses. Das Schloss liegt im Zentrum eines Kreises, von dem aus strahlenförmig Straßen in die Stadt nach Süden und Alleen durch den Hardtwald nach Norden verlaufen. Vom Schlossturm im Zentrum hat man so Einblick in alle Strahlen. Es sind insgesamt 32 Straßen und Alleen. Diese Anzahl entspricht exakt der Einteilung der Kompassrose. Das südliche Viertel des Vollkreises bildete anfangs das bebaute Stadtgebiet. Dieser Grundriss erinnert auch an einen Fächer, weswegen Karlsruhe den Beinamen „Fächerstadt“ führt.


Die Pyramide aus Sandstein wurde 1823–1825 nach einem Entwurf Friedrich Weinbrenners über dem Grab des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm erstellt.
Nach dem Krieg wurde Karlsruhe dem Bundesland Württemberg-Baden zugeschlagen, seit der Schaffung des Bundeslandes Baden-Württemberg 1952 gehört Karlsruhe diesem an. In der Bundesrepublik Deutschland wurde Karlsruhe zur Residenz des Rechts: 1950 nahm der Bundesgerichtshof hier seine Arbeit auf. Am 28. September 1951 folgte das Bundesverfassungsgericht. Erster Präsident wurde der FDP-Politiker Hermann Höpker-Aschoff. Von 1952 bis 1972 war Karlsruhe Sitz des Regierungsbezirkes Nordbaden, seit dem 1. Januar 1973 ist es Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe.


Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Universität des Landes Baden-Württemberg und nationales Forschungszentrum in der Helmholtz-Gemeinschaft. Es wurde am 1. Oktober 2009 als Zusammenschluss der Universität Karlsruhe und des Forschungszentrums Karlsruhe gebildet. Aus der früheren Kooperation der beiden Einrichtungen ist somit eine Einheit, eine einzige Rechtsperson, geworden. Das KIT genießt ein hohes Ansehen in Fächern wie Physik, Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauingenieurwesen, Wirtschaftsingenieurwesen, Informatik sowie Informationswirtschaft. Die Karlsruher Universität war eine der drei bundesweit ersten Universitäten, die im Zuge der Exzellenzinitiative den Titel Elite-Universität verliehen bekam.


Das ZKM / Zentrum für Kunst und Medientechnologie ist eine weltweit einzigartige Kulturinstitution. Es reagiert auf die schnelle Entwicklung der Informationstechnologien und den Wandel der sozialen Strukturen. In seiner Arbeit vereint das ZKM Produktion und Forschung, Ausstellungen und Veranstaltungen, Vermittlung und Dokumentation. Mit dem Museum für Neue Kunst, dem Medienmuseum, dem Institut für Bildmedien, dem Institut für Musik und Akustik und dem Institut für Medien, Bildung und Wirtschaft verfügt das ZKM über vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von interdisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen. Seit 1999 unter der Leitung von Professor Peter Weibel, setzt sich das ZKM in Theorie und Praxis mit den neuen Medien auseinander, erprobt mit Eigenentwicklungen ihr Potential, stellt mögliche Nutzungen exemplarisch vor und setzt sich kritisch mit der Gestaltung der Informationsgesellschaft auseinander.
In Karlsruhe gibt es entlang des Rheins gibt es die Reifenherstellerfirma Michelin und manche Raffinationsbetriebe. Die Mineralölraffinerie Oberrhein (MiRO) in Karlsruhe ist Deutschlands zweitgrößte Kraftstoffraffinerie und eine der modernsten und leistungsfähigsten Raffinerien in Europa.


In Karlsruhe und Umgebung befinden sich u. a. die Firmen Siemens, Bosch, Stora Enso, EnBW, DHU und Fiducia und das Forschungszentrum Karlsruhe.
Karlsruhe spielt in der Entwicklung des Internets in Deutschland eine wichtige Rolle. So wurden an der Universität Karlsruhe 1984 Deutschlands erste E-Mails empfangen und von 1994 bis 1998 sämtliche deutschen Domänen verwaltet. Ebenso wurde von Karlsruhe aus die erste Internet-Verbindung in die Volksrepublik China hergestellt.
Eine Karlsruher Firma betreibt Europas größtes Rechenzentrum, ca. 40% aller deutschen Websites werden in Karlsruhe verwaltet. Im Umfeld der Universität sind ungefähr 2.500 Internet- und Telekommunikations-Firmen entstanden, weswegen Karlsruhe im Jahre 2003 zur „Internethauptstadt Deutschlands“ gewählt wurde.
Auch wichtige Namen, wie der Carl Friedrich Benz, Pionier der Automobilindustrie und Karl Freiherr von Drais, Erfinder des Zweiradprinzips, haben in Karlsruhe gelebt.
Karlsruhe ist gleichzeitig eine Stadt, in der viele kulturelle Veranstaltungen und Festivals, wie die „ Europäische Kulturtage“, seit 4 Jahren „Türkische Tage“, „Musikfestivals“ und „Händel-Festspiele“ organisiert werden.

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1) Quelle: Ausländerzentralregister bzw. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg.

2) Regierungsbezirke Karlsruhe und Freiburg.