“Karlsruhe Yahudi Toplumu- Hanuka Bayramı”

Serhat Aksen 02.12.2013

Chanukka (das Fest des Lichtes)

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, Dr. Frank Mentrup,
Sehr geehrter Herr Vorsitzender der Jüdischen Kultusgemeinde David Seldner,
Sehr geehrter Herr Gemeinderabbiner der Jüdischen Kultusgemeinde Rabbiner Rubins,
Verehrte Gäste,

Zunächst möchte ich der gesamten Jüdischen Gemeinde zur Chanukka (das Fest des Lichtes) meine herzlichen Glückwünsche übermitteln.

Außerdem möchte ich mich beim Vorsitzenden der Jüdischen Kultusgemeinde Herrn David Seldner sowie dem Gemeinderabbiner Herrn Rubins dafür bedanken, dass sie mich eingeladen und mir die Möglichkeit gegeben haben, eine Rede zu halten.

Festtage sind heilige Tage, an denen die Gefühle des Friedens, der Liebe, des Respekts, der Brüderlichkeit, der Einigkeit und der Solidarität zum Vorschein kommen. Die Chanukka (das Fest des Lichtes), die eine historische und wichtige Bedeutung trägt, symbolisiert in der heutigen Zeit die freie Ausübung der Religionsfreiheit. Die Chanukka ist ein Fest des Friedens und der Völkerverständigung.

Chanukka wird in verschiedenen Ländern der Welt gefeiert. Zu diesen Ländern gehört auch die Türkei, welche ich hier in Karlsruhe als Generalkonsul vertrete.

Unsere jüdischen Staatsbürger in der Türkei feiern die Chanukka (das Licht des Festes) mit großer Begeisterung. Auch seitens unserer sehr verehrten Herren Ministerpräsidenten und Staatspräsidenten werden aufgrund von Chanukka Glückwünsche verkündet.

Die Juden haben in unserer Geschichte immer einen besonderen Platz gehabt.

Im Jahre 1492 flohen sephardische Juden in das Osmanische Reich, um sich vor der spanischen Inquisition zu schützen. Das jüdische Volk hat im Osmanischen Reich ihren Frieden gefunden und sich eine wichtige Position verschaffen können.

Die Türkische Republik hat es sich während des zweiten Weltkrieges als offizielle Politik zum Ziel gesetzt, den Juden, die an verschiedenen Orten Europas verfolgt und ermordet wurden, zu helfen. Wenn es erforderlich war, haben Türkische Diplomaten ihr eigenes Leben auf’s Spiel gesetzt, um sehr vielen Menschen das Leben zu retten.

Die Juden, die während und nach dem zweiten Weltkrieg Zuflucht in unserem Land fanden, haben in der Türkischen Republik im akademischen, sozialen, kulturellen und ökonomischen Bereich wichtige Beiträge geleistet. Diese Beiträge unserer Jüdischen Staatsbürger werden auch heute noch fortgesetzt.

Es gibt auch positive Beziehungen zwischen den in Deutschland lebenden muslimischen und jüdischen Gemeinden.

Beispielsweise habe ich erfahren, dass die Pforzheimer Gemeinde der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion (DİTİB) gestern die Pforzheimer Jüdische Kultusgemeinde anlässlich der Chanukka besucht hat.

Ich wünsche mir, dass diese Art von positiven Dialogen zunehmend weitergeführt werden.

Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass ich sehr darüber erfreut sein werde, auch Jüdische und Christliche Gemeinden bei unseren muslimischen Festtagen zu sehen.

Ich wünsche mir, dass das Licht des Festes, so wie alle anderen Festtage auch, Anlass zur Freundschaft, zum Frieden und zur Brüderlichkeit zwischen den Menschen geben werden, ganz egal welchen Glaubens, welcher Sprache und welcher Herkunft sie sind.

Ich wünsche nochmals alles Gute zur Chanukka (dem Licht des Festes).

Vielen Dank.

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